Die Motorräder

Alles fing 1999 an mit einer Honda CB250 RS. Die bekam ich geschenkt. Laut Papieren 27 PS, von denen vielleicht noch 17 da waren. Dafür hatte sie ABS. Von nassem Gras mal abgesehen gab es da kaum einen Untergrund, auf dem das Vorderrad zum Blockieren zu bringen war, und hinten mitbremsen halbierte den Bremsweg glatt. Aber egal, es war ein Motorrad und es war meins. Nach einem Kolbenklemmer tauschte ich den Motor, an der Bremse war ich auch desöfteren, in der Hoffnung etwas verbessern zu können. Nach 2 Jahren hab ich sie dann aber verkauft, als Wintermopped.

Danach kam eine 6er Bandit, Suzuki. 78 PS, und Bremsen die den Namen verdienten. Der Vorbesitzer hatte freundlicherweise schon Aufkleber „oben“, „unten“, „zerbrechlich“ und „nicht stürzen“ angebracht anbringen lassen. Ich hab mich dann auch brav dran gehalten, sie war ja schließlich schon eingestürzt. 3 Jahre gefahren, 1 Jahr gestanden, weil ich das Geld für die Reparatur nicht hatte und mir das freihändige Anbringen von Helicoils am Motor nicht zutraute, dann schweren Herzens verkauft.

Ein paar Monate später, im Frühjahr 2006, dann eine Kawa GPZ 500 S probegefahren. Nach der langen Abstinenz sofort hin und weg gewesen und gekauft. War wohl nicht die schlaueste Entscheidung, aber ich konnte wieder fahren. Kurz. Bis sie dann ein BTO (blinder tauber Opa) beim Ausparken umrammte. Toll. Verkleidung am Arsch, Bremshebel vorn und hinten hin, Kotflügel vorne etc. pp. Die Reparatur dauerte dann 4 Wochen, weil der hintere Bremshebel ewig nicht kam. Gut, vom Nutzungsausfall gab’s dann einen neuen Helm, aber 2 Tage nachdem ich die GPZ wieder hatte, fing es an wochenlang zu regnen. Klar… Ein bischen konnte ich in dem Jahr dann aber doch wieder fahren. Im nächsten Frühjahr sprang sie nicht an. Rost, Wasser und ein bischen Sprit im Vergaser, Benzinhahn zu. Ohne Werkstatt/Garage musste ich auf gutes Wetter warten, um den Tank abzubauen, zu leeren und zum Entrosten zu schicken. In der Zwischenzeit den Vergaser im Ultraschall gereinigt, Benzinhahn, der starke Auflösungserscheinungen zeigte, gewechselt, und knapp vor Pfingsten den Tank wieder angebaut. Als ich dann nach Pfingsten wieder zurück kam, fiel mir auf: der Benzinhahn ist undicht. Und schließt nicht. Hm. Also Tank leer fahren, ablassen, Benzinhahn ausbauen und mit Dichtsatz richtig rum zusammenbauen. *hüstel*. Dann ging’s. Auf der Rückfahrt vom Urlaub am Gardasee ging mir dann im Regen auf der alten Brennerstraße bei Mutters das Hinterrad weg und die GPZ lag in der Böschung. Schaden: Geweih verbogen, Verkleidung zum Puzzle umgewandelt, obere Gabelbrücke krumm, Loch in der Sitzbank. Hab ich alles repariert, aber irgendwie war der Spaß doch gedämpft. Auch, weil sich immer mehr zeigte, wie wenig mir die Sitzposition passt. Ich bekam nach einiger Zeit Schmerzen im Rücken und vor allem auch in den Handgelenken.

Im Frühjahr 2008 sah ich dann eine Kawasaki KLE 500. 8400 km, 3 Jahre alt, golden (iieks), für knapp 4000 € mit Tieferlegung. Tja, und die hab ich seit 21. Mai 2008. Kilometerstand Anfang Juli: etwas über 10 Mm, steigend. Motorradfahren macht wieder Spaß. :)

  • 19. Juli: 11,2 Mm, Vorderreifen mit Sägezahn
  • 3.August: Klappspaten montiert
  • 17. August: 12,5 Mm, Reifen bald fällig
  • 10.September: 14 Mm, Anakee montieren lassen, festgestellt, die Farbe heißt „Titanium“, das ist doch mal viel cooler als golden 😉
  • 9. April 2010: Oh. Da ist ja noch ne Seite. 28Mm, Vorderreifen seit knapp 1Mm getauscht, Hinterreifen hat noch gute 2 mm Profil. Ich werde versuchen, besser Buch zu führen.

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