Auf nach Slowenien

Posted by – 10. April 2009

Auf nach Slowenien

Karfreitag Morgen, 7:30. Der Wecker klingelt. Wie grausam. Urlaub und früh aufstehen. Also los, Tee trinken, duschen, die am Vorabend schon gepackten Koffer an die Moppeds hängen, und um 10 geht’s dann auch schon los. Erstmal über Dosenbahn bis Bad Reichenhall1 Bei Großgmain dann über die Grenze nach Österreich, und gleich die erste Tanke genommen. Juchu, solche Spritpreise mag ich.

Allmählich fällt mir auf, dass die KLE mit vollen Koffern alles andere als stabil auf dem Seitenständer steht. Sie hat eine Tendenz, in unbeobachteten Momenten nach rechts zu kippen. Also immer schön nach links abschüssig abstellen.


Weiter geht’s dann über den Pass Lueg, Tauern2, Katschberg3 und mit kurzem Bremshebel auf den Wurzenpass.

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Kurzer Bremshebel, wieso das? Ganz einfach, in Villach mussten wir tanken, und ich fand keine nach links abfallende Fläche zum tanken. Also vorsichtig getankt, ein paarmal festgehalten und die KLE wieder nach links gezogen, und gewartet, bis Phil aus der Tanke kam. Ihm zugerufen „Pass auf dass die KLE nicht umfällt“ gerufen und in der Tanke verschwunden. Als ich wieder rauskam, sammelte Phil grade Helm, Handschuhe, KLE und den abgebrochenen Bremshebelknubbel auf.4 Der Bremshebel ist glücklicherweise noch lang genug, um mit drei Fingern zugreifen zu können, also weiter. Nach einem kurzen Reinschauen über den Wurzenpass5 nach Slowenien geht’s weiter nach Italien, und über den Predil wieder nach Slowenien. Lustig fand ich das Saunahäuschen direkt nach der Grenze.

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Von hier aus sind’s jetzt noch 50 km, mir tut der Hintern erstaunlicherweise immer noch nicht weh, also nach kurzem Päuschen weiter. Erwähnte ich schon die Landschaft? Ich finde Motorradfahren in den Bergen einfch uunsgenial. Ständig kommt man um ein Eck und wird von einem hammergeilen Anblick übberrascht. Das sonnegelbe Glas in der Crossbrille macht das ganze noch etwas spektakulärer. Als wir dann ins Socatal einbiegen, fall ich fast vom Mopped. Um es mit Louise Koschinski zu sagen:Scheiß die Wand an, ist das schön! Durch die Brille tieftürkiser Fluss in Bett aus weißen Steinen, schlängelt sich da neben der Straße durch die Landschaft… *schwärm*

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Auf dem Campingplatz treffen wir Thorsten, der schon seit gestern da ist, und uns erstmal zum Supermarkt führt. Fertig eingekauft, erzählt er uns dann, alle von uns geplanten Strecken seien wegen Schnee noch zu, und er habe erfahren, dass man uuuunbedingt die kroatische Adriaküste fahren müsse, die sei ja so toll, und er macht das. öööh… hm… mal drüber nachdenken.

Erstmal an der Feuerschale der Nachbarn ein bischen mitgegrillt, und dann ab in den Schlafsack, auch wenn es noch nicht mal zehn ist. Wer weiß, wann uns morgen die gnadenlose Sonne aus dem Zelt brutzelt.

  1. Crosshelm und Autobahn mit Ohrstöpsel sind sogar erträglich. Ohrstöpsel mit eingebauten Kopfhörern würden auch die Langeweile senken. []
  2. Skilifte offen, reichlich Schnee []
  3. dito []
  4. NEIN, ich war überhaupt nicht angefressen… []
  5. ohauerha, der ist schon schön steil []

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