Werkstoffkunde für Dummies

Posted by – 30. Januar 2009

Manchmal schau ich ja auch Werbung im Fernsehen.

Es gibt jetzt anscheinend von der Firma, die mit blauen Dosen mit weißer Schrift, gefüllt mit Fettcreme, bekannt wurde, ein neues Haarpflegemittel. Namens „Diamond touch“. Abgesehen davon, dass ich es nervig finde, dass allmählich gefühlt alles was mit Kosmetik zu tun hat, verenglischte Namen kriegt, hatte dieser Werbespot noch einen Nachspann, und zwar für:

Diamond touch Duschgel.

Jetzt frag‘ ich mich, haben die Namensgeber schonmal Diamanten angefasst? Das härteste Material der Welt? Mit dem man, wenn man es kleinhaut und in Scheiben presst, jedes Material schleifen kann, mit dem Bohrer etc beschichtet werden, um besser durch Stein, Eis und andere harte Dinge zu kommen, das man zusammen mit Flüssigkeit als Schleifpaste hernimmt. Wieso sollte ich mir sowas auf die Haut schmieren und dann reiben wollen? Das tut ja schon mit Sand weh, und der ist weicher.

Oder bin ich einfach durch meine Ausbildung verdorben und die einzige, die mit „Diamond touch“ genau das Gegenteil einer Hamam-Seifenmassage1, also etwas hartes, kratziges und unangenehmes assoziiert?

  1. schade, dass das hier so teuer ist []

2 Comments on Werkstoffkunde für Dummies

  1. Christoph Niessl sagt:

    Diamant ist nicht mehr das härteste, was es gibt…

    ….nein, es wird nicht sexistisch!

    …kuckst du http://tinyurl.com/amach5 für die Populärwissenschafler, und dann in richtigem Informationswerk nach den erwähnten Fachbegriffen 🙂

    Ciao BigTwin

  2. die maschinenbäuerin sagt:

    Das hab ich schon gesehen, hört sich interessant an.
    Aber a) interessieren mich Schleifscheiben nicht mehr so sehr [1] und b) möchte ich mir auch das Bornitrid nicht beim Duschen auf der Haut hin und her schubbern.
    Und c) schön zu sehen dass es Dich noch gibt,[3] geht’s gut?
    d) ist der Link kaputt, der hier funktioniert: http://tinyurl.com/alotea

    [1] wie bei $alte_Firma, als ich mich zum Fertigungsingenieur weiterentwickeln sollte. [2]
    [2] Schade, dass das Fußnotenplugin in Kommentaren nicht funktioniert.
    [3]wenn Du schon nicht bei meiner Geburtstagsfeier warst, pföh!