Vancouver am Sonntag

Posted by – 5. Juni 2011

Vancouver am Sonntag

Kurze Zusammenfassung der Nacht: um 3 kam Exkollege Mare an, und ich bin 4 oder 5 mal aufgewacht, um nach einem kurzen Blick auf die Uhr zu beschließen: weiterschlafen. Als ich dann beschließe genug geschlafen zu haben bin ich ausgewacht und fühle mich kein bischen gejetlaggt. Nach einem Frühstück mit Bagels, „Käse“ und Marmelade packe ich mein Zeug wieder in die Koffer, und wir beschließen, wir schauen uns mal den Stanley Park an und gehen uns danach für die Konferenz anmelden. Der Stanley Park ist direkt neben Vancouver Downtown, und wie eine andere Welt. Von ausgestellten Totems und Statuen mal abgesehen. Es gibt einen Weg außenrum, direkt am Meer1 entlang, und ich hätte nie gedacht, dort einen Adler, einen Seeotter und ein Eichhörnchen2 zu sehen.
Auch die anderen dort anwesenden Tiere waren durchaus nett anzusehen3 und die Aussicht auf die Berge etc. ist auch grandios. Nach 2/3 des Wegs am Meer entlang gehen wir „mittendurch“ zurück, und sehen neben vorhin erwähntem Eichhörnchen einen Haufen hohe, flache4 und/oder auf alten Baumstümpfen wachsende Bäume. Mit schmerzenden Füßen geht es weiter zum Konferenzzentrum, in dem wir uns nach einem kurzen Streit mit einer Security-Praktikantin5 unsere Namensschildchen und die Begrüßungstasche mit Programm, CD mit Konferenzbeiträgen, und einer Sigg-Flasche holen, danach geht es „heim“.

Zwischenzeitlich hat sich Kollege Andi Morer gemeldet. Er sitzt in Toronto auf dem Flughafen fest, ob ich die Wohnungsübergabe machen kann. Aber selbstverständlich. Mal schnell angerufen und ausgemacht, wann man sich treffen will. Nach dem Essen. Also schnell Pasta und Tomatensoße gekocht6 und dann die zwei Blocks zur neuen Wohung gelaufen. Beim Reinkommen erstmal der Schock: Ich bin in einer Emo-Höhle gelandet! dunkelgraue Wände, schwarze Vorhänge7 und Bettwäsche8, dazu dunkle Möbel. Sollte wohl stylish sein. Dann will der Muckel auch noch das restliche Geld von mir. Neinnein, mein Freund. Dank mir musst Du nicht um halb zwölf nachts hier aufkreuzen, das muss ja wohl reichen. Nagut, dann soll ihn morgen der Kollege anrufen und das mit der Zahlung mit ihm klarmachen. Werde ich ausrichten. So gegen zehn trudelt Andi dann ein, ich erkläre ihm, dass er das kleinere Schlafzimmer mit schwarzer Bettwäsche hat, und dann gehts mal wieder ab ins Bett. Mal sehen wie sich’s mit dem Sonnenbrand so schläft9, die Füße schreien jedenfalls lauthals um Gnade nach der Tortur.

  1. bzw. am Burrard Inlet []
  2. na gut, letzteres schon []
  3. auch wenn die blöden Gänse für das Foto einfach nicht stillhalten wollten []
  4. AKA umgefallene []
  5. Wo wollen Sie hin? – Uns für die Konferenz anmelden. – Ich kann Sie da nur reinlassen, wenn sie ein Namensschild von der Konferenz haben! – Das kriegen wir beim Anmelden! -Anderer Security-Mensch greift ein: Sie wollen zur Konferenzanmeldung? – Ja! – Bitte, kommen Sie herein, das ist dort hinten. Praktikantin: Aber nur einer?! -wir ignorieren sie… []
  6. Merke: keine Fertigsoße in Kanada mehr benutzen, die ist extrem süß. []
  7. zugezogen []
  8. braune gab’s auch []
  9. Glücklicherweise ist mein Vortrag erst am Mittwoch, da hab ich noch zeit, in der die Rötung im Gesicht ein wenig nachlassen kann. []

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