Sonntag morgen, wieder schön ausgeschlafen. Es gibt erst den obligatorischen Morgenkaffee und -Tee vom Gasherd1 und dann geht es nach La Caletta zum Frühstück.2 Neben dem Frühstück her wird die Route des Tages besprochen.3 Zuerst nach Fonni, wo es laut Wolfi einen tollen Platz an einer Kirche geben soll, wo es auch ein paar Kaffees gibt, in denen man sich dann ein oder mehrerere Pan(n?)ini in die Figur drücken kann. Super Idee, und los geht’s über wie gewohnt kleine kurvige leere Straßen Richtung Fonni.4
In Fonni sehen wir auch recht schnell die Kirche, die Wolfi meinte. Allein, wir finden den Weg dorthin nicht, obwohl wir eine gefühlte halbe Stunde lang durch die engen Gassen kurven. Was wir finden, ist dann irgendwann ein Kaffee neben einem Supermarkt. Wir beschließen, einen Tee/Kaffee zu trinken, im Supermarkt einzukaufen5 um dann irgendwo am Ende eines einladend aussehenden Feldwegs ein Picknick zu veranstalten.
Und so machen wir uns wieder auf den Weg. Nach recht kurzer Zeit sehen wir einen kleinen Schotterweg recht abgehen und Wolfi brät auch kurzerhand hinein. Wer jetzt6 denkt, dass wir nur kurz reinfahren und hinter der ersten Biegung zum Futtern anhalten, der irrt. Wir fahren den Weg noch ein Stück weiter. Und noch ein Sück, vorbei an einem Haus, der Weg wird immer schlechter und geht bergauf und -ab7 und dann kommt noch mal ein richtig steiles Stück mit etlichen Auswaschungen. Es war der weniger steile von den zwei sich unten wieder treffenden Wegen8, und dann kriege ich auch schon eine Verschnaufpause, denn auf den netten Felsblöcken wird gegessen9.
Dann beratschlagen wir: Wieder zurück?10 Oder den Weg weiter, ohne zu wissen wo er hinführt?11 Erstmal wird Jörg vorgeschickt schauen wie es weiter unten aussieht. Als er zurückkommt meint, er, das schlimmste was er gefunden hat, ist nicht schlimmer als das letzte Bergabstück vor der Pause, aber deutlich kürzer. Wo die Straße rauskommt hat er allerdings keine Ahnung. Nagut, dann fahren wir halt da lang, das sieht für mich deutlich einladender aus.
Jörg und Wolfi fahren vor, ich und Phil kommen hinterher. Also erster Gang rein, leicht ans Gas und schaun wir mal. Anfangs halte ich mich immer auf der Bergseite, um bei einem Fehler mehr Platz zu haben um einen Absturz zu verhindern. Nach einiger Zeit fällt mir wieder ein, dass weit vorausschauen12 auch im Gelände hilft, und beschließe, doch lieber da zu fahren wo es leichter und weniger tief ausgewaschen aussieht, auch wenn das auf der Talseite des Wegs ist. So geht das doch gleich viel entspannter, und der zweite Gang wird auch mal benutzt. Nach kurzer Zeit treffen wir wieder auf Jörg und Wolfi, die auf uns gewartet haben. Weiter geht’s, der Weg wird immer besser13 und der zweite Gang bleibt jetzt drin.
Nach insgesamt 5 km treffen wir wieder auf Asphalt14 und beschließen, uns in einer langen gemütlichen Schleife wieder auf den Weg zur Pizzeria von gestern zu machen. Wir finden aber noch den Abzweig zu einer Art Kloster auf einem Berg. Der Weg hin ist leider nur asphaltiert, runter geht es in eine brauchbare Richtung aber auch über Schotter.
Aus irgendeinem Grund ändert sich nun die Reihenfolge, ich fahre vor Jörg, Wolfi und Phil. Jedenfalls kurz, dann überholt mich Jörg15 und ist wieder vor mir. Jedenfalls kurz
dann kommt er vor einer leichten Rechtskurve beim Bremsen auf Gras und macht einen elganten Flachköpper in eine16 Hecke. Ich will sofort anhalten, stelle fest dass beide Räder rutschen und halte dann lieber etwas später, dafür aber aufrecht und geplant an. Wolfi, hinter mir, kommt nah bei Jörg zu stehen, stellt seine Kuh ab, steigt ab, und die Kuh rollt ein wenig vorwärts und vom Seitenständer. Jörg hilft ihm dann erstmal, die Kuh aufzustellen. Es geht ihm also gut.
Klar, niedrige Geschwindigkeit, Schutzkleidung und einigermaßen weich gefallen. Phil ist in der Zwischenzeit auch angekommen und hat17 erstmal die Kamera rausgeholt. Da die Tenere sich tief in den Graben geworfen hat, braucht es allerdings drei Leute ohne Bandscheibenvorfall, um sie wieder rauszuziehen. Ich übernehme also die Dokumentation.18 Schäden am Mopped werden begutachtet: Es hat doch tatsächlich den rechten Blinker verbogen, und das Glas muss erstmal aus der Hecke gefischt werden. Mit Tape ist das Ganze aber recht schnell wieder soweit gerichtet, dass es für den restlichen Urlaub reicht. Und weiter geht’s. Nach einigen Begegnungen mit Dosen kommen wir wieder auf Asphalt und Phil kann wieder alle 2 km für Fotos anhalten. Die ein oder andere Gelegenheit nehme ich auch mit, ich will auch ein Regenbogenbild!
Irgendwann beschließen wir, uns zu trennen. Jörg und Wolfi wollen noch ein bischen Schotter suchen, Phil und ich einigermaßen schnell, bevor es dunkel19 wird, wieder zurück. Wir verabreden uns beim WLAN, um danach 10m weiter Pizza zu essen. Der Rückweg ist einigermaßen ereignislos, bis auf den einen Fotostop in einer kleinen Haltebucht. Phil fotografiert wie wild die Landschaft, während ich mich darüber wundere, dass da ein Schafsfuß liegt. Wie kommt der da hin? Vom Laster gefallen? War irgendjemand aufgefallen, dass es doch keine Hasenpfote ist und er hat ihn aus dem Auto geworfen?
Kurz bevor es dunkel wird, musste dann ich nochmal für ein Foto anhalten. Ich fand schon die ganze Zeit diese riesigen kakteen, die überall rumstanden, faszinierend, vor allem die, die voller Kaktusfeigen hingen. Und ich dachte mir, da muss ich ein Foto machen und Elke fragen, ob ihre auch so groß werden.
- Sowas ist ja sooo geil [↩]
- Eins der Kaffees dort hat nämlich WLAN und mein Internetsüchtiger Süßer muss da hin. [↩]
- Mein Kommentar dazu: “Mein Orientierungssinn (Das Navi) ist eh kaputt, ich fahr euch einfach hinterher, macht mal, das passt schon [↩]
- Mit einem kleinen Ausblick in sardinische Altautoentsorgungsgewohnheiten [↩]
- Brot, Käse und Prosciutto crudo [↩]
- wie ich anfangs [↩]
- *jammer, das müssen wir doch alles wieder zurück, und mich hats doch gestern schon gewaffelt [↩]
- der rechte auf dem ersten Bild [↩]
- Nachdem wir die Ziegenköttel ein wenig beseitigt haben [↩]
- still jammer [↩]
- Auch still jammer [↩]
- in dem Fall so ca. 20 m [↩]
- oder ich? [↩]
- Schnüff, grade jetzt wo’s anfing richtig Spaß zu machen [↩]
- sehr gesittet, ich kriege keine Steinchen ab [↩]
- leicht dornige [↩]
- er sieht Jörg ja auf den Beinen [↩]
- Auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Herrn gibt es hier allerdings keine Bilder zu sehen. [↩]
- und damit doch ein wenig frisch [↩]



















