Pläne sind was feines

Posted by – 2. August 2009

Noch feiner wäre es wenn die Pläne, die ich mache, auch funktionieren. Da muss ich wohl noch dran arbeiten. Letztes Wochenende habe ich ja mit der 24 Mm-Inspektion an der KLE angefangen, der Plan für diesen Samstag sah aus wie folgt: Beutekinder abholen, auf die Farm fahren1, Phil bei Touratech abliefern, danach in die Werkstatt fahren. Dort erst Standgas einstellen, dann Vergaser synchronisieren, dann Schrauben und Muttern kontrollieren, möglicherweise die Schwingenachse und -Lagerung fetten und schonmal alles abbauen, damit, wenn Wolfi wie versprochen zur Hilfe2 beim Ventile einstellen eintrifft, der Motor schon abgekühlt und alles vorbereitet ist. Alles sollte bis fünf fertig sein, damit die Beutekinder wieder von der Farm abgeholt werden können. Schöner Plan, finde ich. Leider kam was dazwischen.
Wir fuhren als um kurz vor neun hier los. Nach ca. einem km stellte ich fest, die KLE läuft komisch, 500 m weiter ging sie mir aus, als bekäme sie keinen Sprit. Erster Gedanke: Der Unterdruckschlauch hat sich vom Benzinhahn gelöst. Also Spritversorgung auf „Pri“ gestellt, dass es auch ohne Unterdruck läuft, erstaunlich lange orgeln müssen, aber sie sprang wieder an. Und lief ca. 1,5 km lang, bis sie wieder ausging. Wir waren noch nichtmal aus dem Ort draußen… Vielleicht ist es die Tankentlüftung? Tankdeckel aufmachen, kein Zischen, kein Geräusch, und sie springt wieder nicht an. Ich vermute ja, da kommt nicht genug Sprit durch die neu eingebaute Benzinschlauchschnelltrennkupplung3. Phil meint, ich soll einfach versuchen, das Gas nicht zu zu machen. Nagut, versuch ich mal. Klappt auch knapp anderthalb km lang, dann geht sie wieder aus. Inzwischen ist es 10 nach neun. Was tun? In dem Tempo schaffen wir es nicht rechtzeitig. Die Kinder können zwar auch später zur Farm, aber Phil muss um 10 den Laden aufsperren.

Also fahre ich heim, Phil zum Laden und ich hole dann mit dem Auto die Kinder und fahre sie zur Farm. Nach wieder dreimal zwangsweisem anhalten und warten bis Sprit nachgelaufen ist rolle ich daheim auf den Hof, wechsle in normale Klamotten und düse mit der Dose los. Gerade als ich bei den Kindern ankomme, klingelt das Telefon. Phil, wo ich denn sei. Grade angekommen. Na,dann ists ja gut. Die Kinder dachten, ihr Papa hätte sie vergessen. Nein, hat er nicht, ich erkläre, was los war, während ich die zwei zur Farm fahren. Danach zu Phil, der hat im Laden einen Abschnitt Spritschlauch gefunden, den ich einbauen kann. In der Zwischenzeit kam eine SMS von Wolfi, ab wann ich denn wohl in der Werkstatt wäre. Kurze Antwort: „Wenn die KLE wieder läuft.“ Und los, heim.

Während ich grade dabei bin, alles mögliche abzubauen, ein Anruf von Wolfi. Was denn mit der KLE sei. Kurz die Lage erklärt, und er meint, dann kommt er mir halt auf dem Parkplatz helfen. Der Tank ist, auch dank der Kupplung, recht schnell abgebaut, und schon beim Abbauen sehe ich das Problem: Wie erwartet, ein Knick im Schlauch, der zum Vergaser geht. Also mal geschaut: Mist. So eine dämliche Schlauchklemme hält den Schlauch auf dem Anschluss  am Vergaser fest. Eine von denen, die schon schlecht zu öffnen sind wenn man sie gut erreichen kann. Umso schlechter zu öffnen, wenn sie in den Tiefen der KLE-Eingeweide stecken. Nach einigen erfolglosen Versuchen beiderseits schafft Wolfi es schließlich, die Klemme aufzukriegen. Die ist jetzt zwar hoffnungslos verbogen, aber ich werde sowieso einen Teufel tun, das Ding da wieder einzusetzen. Bei Gelegenheit wird man eine vernünftige Klemme eingesetzt, bis dahin wird der Schlauch eben ohne Klemme halten müssen. Jetzt kommt übrigens das nächste Problem: Den neuen Schlacuh auf den Anschluss zu kriegen. Letzterer ist nämlich drehbar angebracht. Bei jedem Versuch, den Schlauch aufzuschieben, verdreht er sich. Bis Wolfi eine Möglichkeit findet, von unten mit einer gebogenen Zange die Hohlwelle festzuhalten, und plötzlich flutscht der Schlauch einfach drauf. Juhu. Jetzt „nur noch“ den Schlauch passend zuschneiden4 und den Tank wieder anbauen5. Probelauf im Stand zeigt, dass die KLE jetzt wenigstens im Standgas nicht mehr ausgeht.

Apropos ausgehen: Jetzt noch Ventile einstellen geht sich zeitlich nicht aus. Also lade ich Wolfi noch auf einmal Händewaschen ein, damit er sauber ins Freibad kommt, mache dann eine 5km-Probefahrt, auf der die KLE nicht einmal stottert und schon gar nicht mehr ausgeht, und melde Phil Erfolg.

Was mich wundert ist nur, dass Problem auf den ersten km mit der Spritkupplung nicht auftrat, frisch eingebaut tat das bussifein.

  1. irgendwie müssen sie sich ihr Essen ja verdienen 😉 []
  2. Er sollte verhindern, dass ich was kaputtschussele []
  3. Was ein Wort []
  4. geht ratzfatz []
  5. ich glaube ich brauche einen längeren Unterdruckschlauch []

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