Category: Motorrad

Früher war alles besser…

Posted by – 17. Juni 2017

…oder zumindest einfacher. Naja. Zumindest die Entscheidung ein neues Motorrad zu kaufen war deutlich einfacher.

Damals fuhr ich mit der GPZ500 zur Probefahrt der KLE. Letztere war nicht wirklich spektakulär, und ich war mir nicht ganz sicher ob ich das Geld ausgeben soll. Bis ich wieder auf die GPZ stieg. Dann war mir nach 10 Sekunden innerlichen Schüttelns klar, die KLE muss her.

Und mit der war ich dann auch 9 Jahre lang relativ glücklich. Gut, hinter stärkeren Motorrädern1 musste ich regelmäßig 2 Gänge runterschalten und Vollgas geben um am Kurvenausgang dran zu bleiben, aber ich konnte damit nach Sardinien, im Gemüse rumtollen, auch mal an einem Tag über die Bahn von Kopenhagen nach München fahren und kleinere Touren in die Alpen gingen auch. Es war halt immer nur die Sache mit der Leistung. Und den Bremsen2, zwar lange nicht so schlimm wie an der alten CB250, die nur auf feuchtem Gras mit Mühe zum Blockieren zu bringen war, aber ankern ist halt was anderes. Und so richtig niedrig ist sie auch nicht, was immer wieder zu leg-out-of-length-Fehlern und Umfallern führte.3

Aber dann saß ich auf einer R9T probe. Mei wie schick. Leider entweder kackteuer oder warten bis mindestens August. So geduldig bin ich nicht, und ich erinnerte mich an ein Probesitzen auf der Yamaha MT09, die auch ganz gut war. Heute war die Probefahrt, und ich muss sagen…

  • Der Motor ist4 eine Offenbarung, es hat mir das ein oder andere Mal die Arme lang gezogen, obwohl ich das Gas nicht ansatzweise ganz aufgemacht habe. Schöner Zug von unten raus, oben passiert wahrscheinlich noch mehr, aber ich mag den niedrigen Drehzahlbereich lieber. Breites Grinsen wurde induziert.
  • Die Bremse ist der Hammer, so geht also Verzögerung. Hätte ich Eier, ich hätte sie mir am Tank angehauen, mehrmals. Praktischerweise ist ABS dabei, auch wenn ich nicht so kräftig reingelangt habe, dass es angesprungen wäre.5 Da wäre es sicherlich ratsam, mal auf einem großen leeren Parkplatz die Dosierung zu üben.
  • Quickshift ist nett  ((Hochschalten ohne Kupplung UND ohne vom Gas gehen)), dürfte vor allem praktisch sein, wenn mir mal wieder der Daumen weh tut. Dafür war Gänge nach unten durchschalten hin und wieder etwas mühsam. Aber hey, dann fahre ich den Kreisverkehr halt im 4. Gang, siehe Punkt 1.
  • Die Sitzposition ist angenehm, wenn auch etwas weniger aufrecht6 als gewöhnt, dafür ist lustigerweise der Kniewinkel besser als auf der KLE mit vertiefter Sitzbank. Und wenn man aufsteht, ändert sich auch die Perspektive etwas. Rumhampeln auf dem Sitz geht auch.
  • Die Federung müsste auf mich eingestellt werden, das Ding ging quasi nicht in die Knie als ich aufgesessen bin, entsprechend war auch der Bodenkontakt nicht besser als bisher. Danach erfuhr ich, dass die Vorspannung zu 2/3 zugedreht war, das erklärte auch den Unterschied zum Probesitzen 1 Woche vorher. Tieferlegung geht zwar theoretisch, aber… nääää, nicht wenn es nicht unbedingt sein muss
  • Dafür ist ausbalancieren bei kurzen Stopps an der Ampel oder beim Warten auf den Gegenverkehr wenn ich links abbiegen will, ein Traum, sie bleibt mühelos aufrecht, ohne dass ich groß korrigieren müsste.7
  • Für schnelle Richtungswechsel muss man mehr tun als den Lenker schief anschauen, und auf schlechten Straßen oder Kopfsteinpflaster fühle ich mich weniger souverän als mit der Gautsche-KLE, die irgendwie alles schluckt was an Unebenheiten so kommt. Die MT09 fängt bei einer Bodenwelle in der Kurve schon mal das Wackeln an.8
  • Bei jedem Feldweg an dem ich vorbeikam, schaute ich erst rein ob er legal zu befahren wäre, und erinnterte mich dann daran, worauf ich saß.

Und dann habe ich mich wieder auf die KLE gesetzt.

Und es hat Spaß gemacht. Kein „Igitt, wie konnte ich mir das die ganze Zeit antun?“ oder „Wäääh, ich will wieder auf das andere Motorrad“. Nein, fühlt sich an wie ein gut eingetragener Handschuh, ich kenne sie in- und aus-wendig, sie ist handlich wie ein Fahrrad, nur halt ein bisschen lahm, und irgendwie kam ich ja bisher auch jedem mehr oder weniger hinterher und auch im Dreck ganz gut zurecht.

Will ich die MT09 und die KLE loswerden?

Will ich keine MT09 und die KLE behalten?

Will ich die KLE loswerden aber eigentlich ein ganz anderes Motorrad *hust*R9T*hust*?

Geht der Trend zum Zweitmotorrad und ich will sowohl die MT09 haben als auch die KLE behalten?

Ach, früher war das einfacher…

  1. also so ziemlich allen []
  2. 1 Scheibe, 2 Kolben []
  3. Der letzte auf der Heimfahrt von meinem Vater beim Drehen in einer Einfahrt. Inklusive rausgerissenem Gewinde in der Kupplungsarmatur, da die verbauten Schrauben zu kurz waren und deshalb nur in den ersten 1,5 Gängen des Gewindes saßen. Glücklicherweise gehörte die Einfahrt einem Motorradfahrer, der gerade in seiner Garage am Schrauben war. So kam ich zu einer halben Stunde Pause mit Getränk, zwei passenden Schrauben, die weiter als 1,5 Gänge ins Gewinde gingen und konnte dann auf eigener Achse statt dem gelben Schandkarren weiter. []
  4. immer bedenken: Referenz ist die KLE, 45 PS, 200 kg []
  5. glaube ich jedenfalls []
  6. gebückt wäre übertrieben []
  7. Ob das was mit dem gefühlt zwei Meter breiten Hinterrad zu tun hat? []
  8. Dafür tut sie es davor und danach nicht, hat halt alles zwei Seiten []

klaklaklaklak

Posted by – 12. Mai 2015

Der Winterschlaf ist vorüber. Nach einigen einschneidenden Erlebnissen1 für mich, und dank besserem Wetter auch für die KLE.

Also holte ich sie aus der Garage in Ottobrunn, in der sie den Winter über noch stand. Nach einigem Orgeln und Klackern des Anlasserrelais war sie davon zu überzeugen, mich doch bitte nicht blöd dastehen zu lassen und ich fuhr sie zur neuen Wohnung. Von der aus wollte ich am nächsten Tag nach Maisach, wo ich den ersten einer langen Reihe von internen Führerscheinen machen sollte. Mit der KLE. Weil Auto hab ich ja keins mehr2.

So stand ich dann vor ein paar Wochen Montag morgens3 in Moppedklamotte mit einer guten halben Stunde Zeitreserve an der KLE, machte die Zündung an, zog den Choke, drückte auf den Starter und hörte… den Titel. klaklaklaklaklaklak. Aber kein brumm. Verdammich. Nochmal. Überraschenderweise keine Änderung, immernoch nur ein mürrisches Klackern, wie auch bei den nächsten drei panischen Versuchen. Die Dame, die gerade ihre Scheibe freigekratzt hatte, wischte meine Bitte um (Start-)Hilfe mit einem „hab keine Zeit“ beiseite. Der ACDC-Mensch am Telefon teilte mir mit größtem Verständnis für meine Lage4 mit, dass das gelbe Auto mindestens eine Stunde zu mir brauchen würde.

Ich suchte schon nach der Nummer eines Taxidienstes hier in der Gegend, da entschied ich mich doch mal zu telefonieren, Daniel hat mir schon aus der einen oder anderen Patsche geholfen, er hat ein Auto und wohnt nur einen km von mir weg.

Mist, geht keiner dran. Also weiter nach Taxinummern suchen. Das Telefon klingelt, man war also wohl doch schon wach. :)

„wasn los?“

„Mein Mopped springt nicht an und ich muss doch quasi sofort los, sonst kann ich meinen Führerschein nicht machen, und den in 4 Wochen gebuchten zweiten dann auch nicht und Du wolltest doch eh mal probieren wie Du mit den Öffentlichen zur Arbeit kommst, kann ich mir Dein Auto leihen?“

„…“

„biiiiiitte, ich hol Dich heut Abend auch von der Arbeit wieder ab“

„Ääääh, na gut, komm rüber“

In Moppedklammoten joggen macht übrigens gar keinen Spaß, aber ich kam dann doch noch mit 5 übrigen Minuten Zeitreserve ins Auto. Die schrumpften auf dem mittleren Ring gewaltig, dank der schweren Moppedstiefel5 auf der Autobahn kam ich aber gerade noch rechtzeitig… an einer Schranke an. Mit panikblinden Augen auf die Klingel gedrückt, die frappierende Ähnlichkeit zur Einfahrt eines früheren Arbeitsort war irgendwie ausgeblendet.

„Jaaaa?“

„Ja, hallo, ich bin für den $Buchstabenzahlenkombination Führerschein da“

„…da wollen sie aber sicher zu $Autohersteller und nicht zur Bundeswehr, oder?“

„….äh…jaaa..“6

„Dann setzen sie mal fünf Meter zurück und biegen dann rechts ab“

Danke, tschüs, und getan was er sagte, war ich dann um 8:15 auf die Sekunde pünktlich am Empfang. Wo mir erklärt wurde, klar hab ich noch Zeit mich umzuziehen, und ich soll doch auch ein bichen was essen und trinken, der Instruktor holt uns dann um halb neun ab. Die halbe Panik für’n A…. okay.

Der Rest des Tages war durchaus entspannt. Bissel Theorie, mal wieder der Kammsche Kreis, danach Slalom, Bremsen, Bremsen und Ausweichen, untersteuern provozieren und einfangen, das gleiche mit Übersteuern (huiii, wasn Spaß!)) und noch ein Slalom auf Zeit, dann hatte ich bestanden7 ging’s wieder heim.

Der nächste Führerschein8 wird etwas anspruchsvoller9. Und weil er auf dem Salzburgring ist, fahre ich da auch nicht mit der KLE, sondern mit einem Auto. Davon haben wir in der Arbeit ja zum Glück genug. :)

Da ich die Starthilfekabel nicht mit dem Auto entsorgt habe, kann ich sogar demnächst mal testen, ob das Problem der KLE an der ausgelutschten Bakterie10 oder am Anlasserrelais11 liegt. Über Fortschritte werde ich berichten.

  1. etliche eigene Geschichten, aber eher Flasche Bier/Glas Wein- als Blog-tauglich, unter anderem neue Wohnung, von der kommen demnächst auch mal Bilder []
  2. Noch so ‚ne Geschichte, die wäre allerdings blogtauglich []
  3. kurz vor sieben []
  4. und die schrumpfende Zeitreserve []
  5. guter Bleifuß-Ersatz []
  6. Ich habe wahrcheinlich ähnlich blöd geklungen und ausgesehen wie ich mich in dem Moment fühlte []
  7. es wäre mir auch peinlich gewesen, wenn nicht []
  8. in einer knappen Woche []
  9. und spaßiger, diesmal lernen wir nicht nur, das Heck wieder einzufangen, sondern auch, es unter Kontrolle draußen zu halten []
  10. immerhin gut sieben Jahre alt []
  11. zehn Jahre alt, aber nur 35€ teuer []

Auslauf und eines Rätsels Lösung

Posted by – 22. April 2014

Irgendwas gab es da noch außer Ausmotten, was man mit so einem Motorrad machen kann. Genau, Fahren, das war’s, Binky brauchte dringend mal wieder Auslauf.  Nachdem Elric wieder ein Mopped hat1 war eine Einweihungstour dringend von Nöten, und wurde für Ostermontag geplant. Da ich etwas eingerostet bin, nahmen wir uns keine Riesenstrecke vor, sondern nur ca. 300 km. Das reicht erstmal, um wieder mit dem Gerät ein wenig warm zu werden ohne dass ich nach der Hälfte der Strecke mit Auapipikalt2 zu nerven anfangen muss. Über Land zum Sudelfeld, dann weiter ein wenig durch Österreich, günstig tanken, und über den Achen- und Tegernsee und diverse Dörfer wieder zurück, insgesamt 310 km hatte Phil geplant. Leider konnte er dann doch nicht mit kommen, also übernahm ich die Tourguide-Rolle. Auf der Mautstrecke zum Sudelfeld und bis oben schickte ich allerdings Elric vor. Was sich als hervorragende Idee herausstellte, nicht nur weil er einen guten Pacemaker hergibt, sondern weil er auch die Rennleitung3  immer rechtzeitig erkannte, so dass wir an denen entspannt im legalen Geschwindigkeitsbereich vorbei rollten.

Nach Stärkung und Plauderei in Bayrischzell ging es dann weiter. Eigentlich recht nett, bis auf die gefühlt 30 km, die wir mit 40 durch Ort an Ort an Ort4 hinter einer Dose festhingen. Am Achensee, kurz vor der Grenze, tankten wir dann voll5 und mir war etwas aufgefallen. Seit Jahren, genauer gesagt seit Kanada, habe ich Probleme mit dem Daumengrundgelenk, das zuerst ständig und dann immer mal wieder schmerzte, wenn ich irgendetwas versuchte zu greifen. Ich schob es damals auf eine Reizung durch den nicht verstellbaren Kupplungshebel der Leih-GS. Die Schmerzen, die immer mal wieder beim Motorradfahren auftraten schob ich auf eine dadurch passierte Grundschädigung oder eine blöde Handhaltung. Kürzlich las ich dann von jemandem, dem mit Handschuhen die Handgelenke weh taten, bis er sich Handschuhe kaufte, deren Finger nicht zu kurz waren. Und was war mir aufgefallen? Neben den mal wieder auftretenden Schmerzen spürte ich Druck vorne am Daumen. Und in Kanada war ich mit exakt diesen Handschuhen unterwegs6, genau wie etlichen anderen Gelegenheiten, zu denen ich in den „Genuss“ dieser Schmerzen kam. Ich hatte morgens noch ein zweites, leichteres, und wie sich herausstellte, an den Daumen etwas längeres Paar Handschuhe eingepackt. Versuch macht kluch, also fuhr ich zum Test meiner Theorie, dass die Handschuhe und der Druck auf das Gelenk für die Schmerzen verantwortlich sind, mit den leichteren Handschuhen die restlichen 100 km nach hause. Und siehe da, es wurde besser7. Und ich Hirni renne da ewig von Arzt zu Arzt, wenn es doch neue Handschuhe genau so getan hätten. Ist schade um die Triumph Adventure, es sind wirklich tolle Handschuhe8, aber da findet sich mit Sicherheit adäquater passender Ersatz9.

Noch zu lösen bleibt das Rätsel wieso mir regelmäßig der Kopf aufs Übelste zu jucken anfängt, diesmal zum Glück erst 10 km vor daheim. Verdächtige: Der XR100010, und die dicke Sturmhaube. Da ich glücklicherweise sowohl einen anderen11 Helm und mehrere Sturmhauben besitze, werde ich in Zukunft Protokoll führen, bei welchen Kombinationen es auftritt, mal schauen ob sich da ein Muster zeigt.

Fazits des Tages:

  • Kehren muss ich wieder üben, da bin ich richtig schlecht geworden
  • Überholen dito, ich trau ich nix mehr
  • Der eckig gefahrene K60 verhält sich in Kurven ziemlich eklig
  • Augen auf beim Handschuhkauf
  • Ich brauche andere Knieprotektoren, die jetzigen drücken fies auf die Kniescheibe, was nach 150 km anfängt aufzufallen
  • BOAAAH macht das Spaß! 😀
  • Brummbrummm
  1. KTM 990 Adventure, der Sagg, ich will auch… so lange Beine []
  2. „Haare“ gibt es bei mir dank geschickter Frisurwahl nicht mehr []
  3. am Sudelfeld ja immer gut vertreten []
  4. und in Ortschaften überhole ich nur äußerst ungern []
  5. und die KLE stellte sich mit 4,3l mal wieder als kleines Sparwunder heraus []
  6. wie man deutlich am Abrieb am Knöchelschutz, stammend von meinem kleinen Hoppala, merkt []
  7. Tat zwar immer noch weh, aber nur auf dem Level wie auch während der Pause, ohne wieder stärker zu werden, je länger ich fuhr []
  8. warm, mit Goretex, wasserdicht []
  9. evtl die gleichen in eine Nummer größer []
  10. Ja, ich weiß, gehört eh mal ausgetauscht []
  11. Wenn auch Cross- []

Ausgemottet und entwarzt

Posted by – 3. April 2014

Auch bekannt als „Batterie geladen und Topcase abgebaut“.
Die KLE springt wieder wunderhübsch an und ich muss nicht mehr mit vorgestrecktem Fuss hüpfen um aufzusteigen. Feinfeinfein, und am WE plane ich, wieder ein bischen zu fahren. Hoffentlich werden es dieses Jahr wieder etwas mehr als die 1000km im letzten.

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Ach ja, das Fahrrad wurde auch durchgeschmiert und bekam Luft in die Reifen. Da müssen dringend neue Schläuche rein, mit vernünftigem (Auto-)Ventil, die derzeitige Konstruktion ist einfach nur gruselig.

Aus zwei mach eins

Posted by – 21. Oktober 2012

Jeden dritten Freitag im Monat gehen wir, so es sich einrichten lässt, auf einen Dampferstammtisch.

Diesen Freitag hatte sich aber Besuch aus Karlsruhe angekündigt. Nicht- bzw. Sehr-selten-Zigarrenraucher und Nichtdampfer. Hatten aber zum Glück im August schon mitgekriegt, dass Dampfen nicht stinkt und waren ob der Ankündigung knödelfreier Hausmannskost durchaus bereit, mitzukommen und sich einen Haufen anders Verrückter anzuschauen. Ein weiterer Motorrad fahrender Freund wollte die beiden auch mal wieder sehen und so beschlossen wir, Motorrad- und Dampferstammtisch zu kombinieren1. Neben SchniPoSa2 ergatterte Annette auch noch den letzten Palatschinken3, und Peter tat seinem Flüssigkeitshaushalt auch was gutes. Die beiden Stammtische liefen also friedlich nebeneinander her, mischten sich sogar ein wenig, und gut gesättigt und um eine Weihnachtsgeschenkidde reicher ging es dann gegen zwölf, als wir rauskomplimentiert wurden, weil die Wirte ins Bett wollten, wieder nach Hause.

Nach einem ausgiebigen Frühstück am nächsten Tag verließ uns unser Besuch dann leider wieder, aber nicht ohne die eigentlich für den Nachbarn bestimmte Mitbringselwurst in unserem Kühlschrank zu vergessen. Schade für den Nachbarn, schön für uns4. Wenn wir mal wieder nach Karlsruhe kommen, werden wir versuchen, adäquaten Ersatz mitzubringen.

  1. Motorradstammtische kennen sie ja zur Genüge []
  2. Da Phil behauptet, das sei kein Allgemeinwissen: Schnitzel mit Pommes und Salat []
  3. Pfannkuchen mit Schokocreme-Füllung, roch das lecker… ich glaub‘ nächstes Mal bestell‘ ich mir ne kleine Hauptspeise und dann so nen Teller hinterher. []
  4. sehr leckere Wurst []

Urlaub rum

Posted by – 11. September 2012

Schee war’s, wenn auch ein wenig nass zwischenrein.

Ich werd wohl demnächst mal zur Augenärztin müssen, ich habe ständig Ärger mit der Kontaktlinse links. Das führte dazu, dass ich die letzten 5 Tage mit Brille fuhr. Die hatte ich mir extra nach Helmtauglichkeit ausgesucht, und wenn sie mal sitzt, ist es ganz okay. Aber dieses ewige Gefummel beim Auf- und Absetzen des Helms! Ein Graus!

Da mein XR1000 sowieso schon ein wenig in die Jahre1 gekommen ist, und mal ausgetauscht gehört2 liegt es also nahe, den Umstand dass ich in zukunft eventuell wieder öfter mit Brille fahren werde, in die Kaufplanung zu integrieren. Ein Klapphelm soll’s werden. Da sich Klapp- und Enduro-3 leider ausschließen, wird’s dann wohl nix mit dem praktischen Sonnenabweise obendrauf. Folglich muss einer in den Helm.

Wo kriege ich jetzt einen Klapphelm mit vollständig rausnehmbarem Innenfutter, funktionierendem Beschlagschutz und Sonnenblende, vorzugsweise mit geiler Belüftung, leise,einfach zu wechselndem Visier und Doppel-D-Verschluss her, ohne mehr als ein halbes kilo€45 auf den Tisch legen zu müssen?

  1. 6, um genau zu sein []
  2. schon allein, weil ohne rausnehmbares Innenfutter sich langsam aber sicher ein bestialisches Gemuffel entwickelt []
  3. wie z.B. Shoei Hornet []
  4. Shoei neotec: 539€ bei Louis []
  5. Und nein, bei $Händler anprobieren und dann billich im Netz kaufen ist keine Option []

Nie wieder

Posted by – 30. August 2012

Nie wieder ein Kartenupdate am Abend bevor ich losfahren  will.

Und noch wichtiger: Nie wieder werde ich mir ein Navi von Garmin kaufen. Ich hab‘ die Schnauze voll.  Selbst der Download der Updates funktioniert nur unter Windows. Wobei funktioniert ja irgendwie das falsche Wort ist. 17 verschiedene Updates der Hilfsprogramme1. Beim ersten Versuch scheint zwar alles zu klappen aber ich kriege über das unsägliche Basemap2 keine Karten aufs  Zumo.  Wie beim letzten mal. Was immer Garmin da an den Hilfsprogrammen und der Karte geändert hat, es hat nicht zu einer problemlosen Karteninstallation geholfen. Also über den Garmin updater versuchen die Karte nochmal runterzuladen. Und was passiert? Nach dem Download der Daten steht dieses dreimal verfluchte Mistteil seit einer geschlagenen HALBEN STUNDE auf „0,5% komplett“ und es tut sich nichts. Keine Festplattenbewegung, kein Bewegen des Fortschrittsbalken, n.i.c.h.t.s. Ich brauch‘ das nicht. Ich hab‘ mir kein navi gekauft um nur Probleme zu haben, ich wollte eigentlich etwas, das mich zuverlässig ans ziel bringt, ohne dass ich alle paar Monate Stunden investieren muss um die immer selben Probleme zu lösen, weil Garmin es nicht auf die Reihe kriegt oder sich für alternativlos hält und sich darum keine Mühe gibt.

Apropos keine Mühe: Das passt exakt auf Basemap. Das ist ein genau so unerträglich unergonomischer Dreck wie vorher schon Mapsource. Die Bedienung ist unter aller Sau. Sinnvolle Betätigung des Zooms, verschieben des Bilds per Mausklick, all das sind Sachen, die selbst Open-Source-Zeichenprogramme in der ersten Alpha-Version schon implementiert haben. Aber nein, die Garmin-Nutzer brauchen ja keinen bedienkomfort. Oder so etwas völlig überbewertetes wie eine sinnvolle Suche nach Orten und Straßennamen. Dass die Reihenfolge Land-Stadt-Straße-Nummer auf dem Zumo selbst wunderbar läuft, bedeutet nicht, dass Basemap nicht weiterhin nach allen Straßen in sämtlichen karten nach dem Anfang des eingegebenen Straßennamens sucht obwohl man den Ort schon eingegeben hat. Ich hab noch eine dermaßen dämliche Suchmaske gesehen, die mit solcher Zuverlässigkeit kein vernünftiges Ergebnis liefert.

Kurz gesagt: Wenn das Zumo endgültig den Geist aufgibt, werde ich alles als Ersatz in Erwägung ziehen, aber mit Sicherheit NICHT ein weiteres Garmin. Einmal den Zirkus reicht, da steige ich lieber wieder auf Papierkarten um.

  1. Die auch teilweise erst beim 3. Versuch funktionieren []
  2. Mapsource-Nachfolger []

Die Vettern….

Posted by – 27. August 2012

Waren gar nicht so übel.

Ohne Mängel, das nächste Mal muss ich im August 2014 hin.

Der Bremssattel wird trotzdem baldmöglichst gewechselt.

Das fängt ja gut an…

Posted by – 26. August 2012

Erst sitzt beim K60 Vorderrad, das ich ausbauen will, das Ventil schief.

Dann klemmt der Bremssattel UND das verbliebene Gewinde um ihn zu befestigen hat sich verabschiedet.

Als ich dann frustriert anfangen will, erstmal die Vorderseite wieder zusammenzubauen stelle ich fest, dass sich die Schlauchschelle für den Spritschlauch in den Tiefen des Vergasers verkrümelt hat. Unglaublich, an wie viele Flüche ich mich plötzlich erinnere.1

Nach 30 Minuten Rumfummeln habe ich zumindest die Schlauchschelle wieder. Tank drauf geht dann einigermaßen flucharm. Der Bremssattel wird enthakt, eins der Gewinde hält noch, im anderen findet die Schraube mit Loctite zumindest genug Halt um zu versuchen die Ritzelmutter zu lösen. Super, Bremse rutscht durch… Erster Gang rein, Hinterrad auf den Boden, volle Maschinenbäuerinmasse auf den Bremshebel, Veerlängerung und…KNACK! Die Mutter ist auf. Kette runterwurschteln, neues Ritzel drauf. Der Rest des Zusammenbaus verläuft unspektakulär und der Teilehöker meines geringsten Misstrauens hat einen Bremssattel für nicht allzuviel Geld für mich.

Mal schaun was des Teufels Üble Vetter morgen zur KLE sagen.

  1. Danke, Opa, für diese Möglichkeit mir Luft zu verschaffen []

Und weiter geht’s

Posted by – 26. August 2012

Tja…gestern bei Louis gewesen, eingekauft: Zündkerzenstecker, Luftfilter, Kühlflüssigkeit1, Bremsdichtringe, und ein Sortiment O-Ringe,

Der Luftfilter ist ein Schaumstofffilter und will geölt werden. Nach einigem Kruschteln fand ich die letztes Mal gekaufte Dose Luftfilteröl, und weil ich mich an die Sauerei erinnerte, machte ich das mit dem Ausdrücken des Überschusses diesmal in einer Plastiktüte. Hände sauber. :)

Die Zündkerzenstecker sind zwar einen Hauch kürzer als die Originalen, passen aber. Über die Passform der Kühlflüssigkeit muss ich mir keine Gedanken machen, nur den Überlaufbehälter wieder finden. Den habe ich an einem völlig logischen Ort abgelegt. Schien mir zumindest zu dem Zeitpunkt. Ich finde ihn dann im Trichter im Eimer mit der alten Kühlflüssigkeit.

Die Bremsdichtringe haben die richtige Größe. Bremse anbauen steht trotzdem weit hinten auf dem Zeitplan. Wichtig ist….

…ist in dem O-Ring-Sortiment die richtige Größe für die Kühlwasserrohre oder muss ich bei Kawa die Originalteile für 2,17€/Stück bestellen? JAAAAA, ich hab die richtige Größe. Dann kann ich ja anfangen, die Vorderseite der KLE wieder zusammenzubauen. Kühlwasserrohre, -Schläuche, Luftschläuche, Luftfilter, Öl einfüllen, Kühlflüssigkeit, gut ist. Tank kommt später drauf, erstmal geht’s nach hinten.

Da wartet nämlich noch ne Schwinge und ein Kipphebel darauf, ausgebaut und geschmiert zu werden. Die Schwinge hat leichten Flugrost, also putzen und mit Hammerite drüberjauchen. Nicht schön aber sollte der Durchrostung der Schwinge Widerstand leisten. Die Lager und Hülsen sind sowohl in der Schwinge als auch im Kipphebel in durchaus nicht ganz schlechtem Zustand, werden gesäubert und frisch gefettet. Schwinge raus ist ja der perfekte Zustand, die Kette auszubauen.

Tja, die Kette…. ich sollte mal über einen Scottoiler nachdenken. Oder seltener im Regen fahren. Oder sie öfter fetten. Soviel Rost ist auf jeden Fall nicht gut. Also raus damit, eine blitzneue liegt ja schon bereit. Das Ritzel sieht so schlecht nicht aus, falls das auch mit Bremse nicht zu lösen geht, bleibt es für den Urlaub noch drin und wird erst danach mit brachialer Gewalt gewechselt.

Sieht gut aus, jetzt kann ich die KLE auch von hinten langsam wieder zusammenbauen. Kipphebel, Federbein, Schwinge. Und nu das Hinterrad. Weils ja abseits der Straßen gehen soll, der K60-Radsatz.

Morgen noch dran: Bremse, evtl. Ritzel wechseln, Vorderrad auf K60 umbauen, alles wieder zusammenfriemeln und Kühler entlüften.

  1. Da wurde mir letzte Woche nur ein Liter geliefert, ich brauch aber 1,7 []