So kann man den Tag eigentlich zusammenfassen. Früh um 8 schnucklig mucklig warm in meinem Schlafsack aufgewacht und erstmal, was ich gestern verpasst hatte, das Meer anschauen. Hin kommt man von dem Campingplatz aus nicht, aber man kann es sich anschauen. Schick. Frühstückstee und -Suppe, dann zusammenpacken und los. Das Beutekind will nach Kroatien, um Souvenirs zu kaufen, weil sie das den Freundinnen versprochen hat.
Also los. Weil Phil nicht mehr durch Triest fahren will, geht es durchs Hinterland, dann eine Halbinsel immer am Meer entlang, irgendwann kommt dann meine übliche Wortmeldung: “Öhm, ich bräuchte mal ne Pinkelpause.” Außerdem wäre allmählich Mittagessen nicht ganz schlecht, also wird nach einem Bistro/Restaurant/Bar Ausschau gehalten. Tja, blöderweise gibt es sowas in dieser Gegend nicht. Doch, da! Zu. Also weiter, nach Büschen suchen. Nachdem dann einer gefunden ist, ich mich von Mücken hab zerstechen lassen geht es weiter. Nächster Zwischenstopp: Supermarkt. Phil und Prissi kaufen ein, ich lasse mich in der Sonne langsam garen und pass auf, dass niemand was auf die Moppeds legt. Das mit der Pause im Schatten vor der Grenze wird nix mehr, also machen wir in Kroatien auf einem Friedhofsvorplatz Rast und vertilgen Brot, Schinken, Käse und Salami. So macht Urlaub Spaß. Als nächstes fahren wir nach Umag, halten höchst illegal und ich schicke die beiden auf Souvenirjagd, von der sie auch schnell erfolgreich wieder zurückkommen.
Und nu? Da wir keine nennenswerten Mengen an Kunar mehr haben, beschließen wir, zurück nach Slowenien zu fahren und da zu tanken und zu übernachten. Wortmeldung “Ich sollte in spätestens 90 km tanken.” Auf zur Grenze, drüber, schnell tanken, sind laut Navi 50 km, passt. Jahaa, denkste. “Deutschland? nein, nix hier, hier nur local, nicht international.” Gnarf, wie ich Grenzen hasse. Bis zur nächsten Tanke hinter dem Grenzübergang, den wir nehmen können, sind es jetzt noch 40 km. Geschätzte Restreichweite: 41 km. Huiuiui, knappknappknapp, aber an der Tanke kriege ich dann doch grade mal 13,6 l für 300 km in den Tank. Spritsparwunder.
Nachdem wir vollgetankt haben, kleines Pow-wow: Wo übernachten: navi befragen: in Ankaran, 13 km von der Tanke, am Meer, ist ein Campingplatz. Beutekind: “Am Meeer? au Ja!” Damit ist die Entscheidung gefallen, und wir fahren los. Am Campingplatz dann die Überraschung: Mobile home kommt auf 160€/Nacht, und fürs Campen wollen sie uns auch stolze 40,50€ abknöpfen. Nachdem wir dann noch 5 Minuten an der sich nicht öffnenden Schranke stehen und von uns erwartet wird, auf 3x2m umzudrehen, um einen anderen Weg auf den Campingplatz zu nehmen, beschließen wir, wenn die sich soo gegen unser Geld wehren, drängen wir es ihnen nicht auf. Die Touristeninformation findet uns eine Pension in Koper, mit Wlan, für 20€ die Nase, und die Moppeds dürfen in den umzäunten Hof. Das hört sich quasi perfekt an, auch wenn das Bad nicht auf dem Zimmer ist, die nette Bar macht das durchaus wieder wett, und wir fühlen uns auch irgendwie willkommener. Morgen geht’s dann auf den zweitägigen Heimweg.