Category: unterwegs

Aussicht satt

Posted by – 1. September 2010

Aussicht satt

Brrr. So ramontisch die Rosenbettwäsche auch war, da sie nur aus einem Leintuch bestand war sie wenig wärmend. Also morgens um halb sechs frierend aufgewacht. Was macht man da als verschlafene Frostbeule? Falsch, man klaut nicht Phil sein1 Leintuch, man nimmt die Wolldecke, die auf dem Fensterbrett liegt. Und siehe da, kann man bis Punkt sieben durchschlafen, wenn einen die Kirchenglocken wecken. Abhilfe: Rausgefallenen Ohrstöpsel wieder reintun, weiterschlafen, bis man um halb neun dann doch endgültig aufwacht. Ab ins Bad, dann in die Bar, Tee bestellen, Earl Grey kriegen, reklamieren und schon um halb zehn kann der Aufwachvorgang dann mit einem Hühnchensandwich abgeschlossen werden.

Plan für heute? Wir fahren definitiv bis zum Kamp Soca, das sind nur 180 km, und schauen dann ob wir a) früh die Zelte aufbauen oder b) weiter nach Kranjska Gora fahren, den Vrsicpass quasi als krönenden Tagesabschluss2 nochmal mitnehmen und dann schauen ob wir wieder bei Sanja das Appartment kriegen.

Plan für später? Definitiv nochmal mit mehr Zeit3 nach Slowenien fahren. Es ist unglaublich klasse. Mittag machen wir an einer kleinen Kapelle/Schrein/wasweißich an der Straße 609, die bis dahin ein Traum aus Asphalt und Kurven war. Leckeres Brot, Schinken, Käse, Salami4 bei einer Mörderaussicht genossen, einfach genial. Der vorbeikommenden Motorradfahrschule noch ein wenig Vorsprung gegönnt, und weiter ging’s. Nach ca. 2 km weiterer traumhater Asphaltkurven änderte sich der Untergrund geringfügig[tm], nämlich zu Schotter5. Und das mit vollem Gepäck und einer Federung, die eh schon am Anschlag ist6 – gnaa. Davon, dass ich nicht wirklich sah, ob das da vorne jetzt ein Schatten, eine Spurrinne oder ein Stein war7 mal ganz abgesehen.

In Bovec schickte ich dann Phil und Prissi einkaufen8, dann ging es weiter nach Kransj… Kranksj… zu Sanja. Ein Traum, der Vrsic ist ja richtig schön, wenn man weiter als 100 m sieht! Nach der letzten Kehre bekam ich dann ein Päuschen, während Phil nochmal ein Stück zurückfuhr. Das Bild von Kehre 1 war verwackelt…9

Bei Sanja war das Appartment glücklicherweise noch frei und für uns zu haben, die Moppeds stehen wieder in der Garage, und Milch… ja Milch haben wir auch einen Liter von Sanja bekommen, nachdem sich herausstellte, dass Mleko zwar Milch heißt, “kislo” aber nicht voll. Irgendwas buttermilchartiges hatten die beiden mir da angeschleppt. :)

  1. genauso dünnes []
  2. Für den Fall, dass es morgen doch regnet []
  3. , mehr Sonne und weniger Gepäck und Regen []
  4. gar nicht so einfach, sich an der Theke verständlich zu machen, wenn es keine gemeinsame Sprache gibt. Zeigen und 150 in die Luft schreiben sowie eifriges Nicken führten aber zum Erfolg []
  5. AKA Kiesstraße []
  6. wie ich ein Stück vorher in zwei welligen Kurven durch Anschleifen des Motorschutzes feststellen durfte []
  7. Ich lag immer falsch []
  8. da unterwegs beschlossen wurde, den Vrsic noch zu nehmen, brauchten wir nur Milch für Tee und Kaffee []
  9. Da wir bei Kehre 50 starteteten und uns quasi runterarbeiteten, war ich ganz froh drüber, dass es die 1 war und nicht die 50. []

20 km Luftlinie, 180 auf der Straße

Posted by – 1. September 2010

20 km Luftlinie, 180 auf der Straße

So kann man den Tag eigentlich zusammenfassen. Früh um 8 schnucklig mucklig warm in meinem Schlafsack aufgewacht1 und erstmal, was ich gestern verpasst hatte, das Meer anschauen. Hin kommt man von dem Campingplatz aus nicht, aber man kann es sich2 anschauen. Schick. Frühstückstee und -Suppe, dann zusammenpacken3 und los. Das Beutekind will nach Kroatien, um Souvenirs zu kaufen, weil sie das den Freundinnen versprochen hat4.

Also los. Weil Phil nicht mehr durch Triest fahren will5, geht es durchs Hinterland, dann eine Halbinsel immer am Meer entlang, irgendwann kommt dann meine übliche Wortmeldung: “Öhm, ich bräuchte mal ne Pinkelpause.” Außerdem wäre allmählich Mittagessen nicht ganz schlecht, also wird nach einem Bistro/Restaurant/Bar Ausschau gehalten. Tja, blöderweise gibt es sowas in dieser Gegend nicht.  Doch, da! Zu. Also weiter, nach Büschen suchen. Nachdem dann einer gefunden ist, ich mich von Mücken hab zerstechen lassen6 geht es weiter. Nächster Zwischenstopp: Supermarkt. Phil und Prissi kaufen ein, ich lasse mich in der Sonne langsam garen und pass auf, dass niemand was auf die Moppeds legt. Das mit der Pause im Schatten vor der Grenze wird nix mehr, also machen wir in Kroatien auf einem Friedhofsvorplatz Rast und vertilgen Brot, Schinken, Käse und Salami. So macht Urlaub Spaß. Als nächstes fahren wir nach Umag, halten höchst illegal und ich schicke die beiden auf Souvenirjagd, von der sie auch schnell erfolgreich wieder zurückkommen.

Und nu? Da wir keine nennenswerten Mengen an Kunar mehr haben7, beschließen wir, zurück nach Slowenien zu fahren und da zu tanken und zu übernachten. Wortmeldung “Ich sollte in spätestens 90 km tanken.” Auf zur Grenze, drüber, schnell tanken, sind laut Navi 50 km, passt. Jahaa, denkste. “Deutschland? nein, nix hier, hier nur local, nicht international.” Gnarf, wie ich Grenzen hasse. Bis zur nächsten Tanke hinter dem Grenzübergang, den wir nehmen können, sind es jetzt noch 40 km. Geschätzte Restreichweite: 41 km. Huiuiui, knappknappknapp, aber an der Tanke kriege ich dann doch grade mal 13,6 l für 300 km in den Tank. Spritsparwunder. :)

Nachdem wir vollgetankt haben, kleines Pow-wow: Wo übernachten: navi befragen: in Ankaran, 13 km von der Tanke, am Meer, ist ein Campingplatz. Beutekind: “Am Meeer? au Ja!” Damit ist die Entscheidung gefallen, und wir fahren los. Am Campingplatz dann die Überraschung: Mobile home kommt auf 160€/Nacht8, und fürs Campen wollen sie uns auch stolze 40,50€ abknöpfen. Nachdem wir dann noch 5 Minuten an der sich nicht öffnenden Schranke stehen und von uns erwartet wird, auf 3x2m umzudrehen, um einen anderen Weg auf den Campingplatz zu nehmen, beschließen wir, wenn die sich soo gegen unser Geld wehren, drängen wir es ihnen nicht auf. Die Touristeninformation findet uns eine Pension in Koper, mit Wlan, für 20€ die Nase, und die Moppeds dürfen in den umzäunten Hof. Das hört sich quasi perfekt an, auch wenn das Bad nicht auf dem Zimmer ist, die nette Bar macht das durchaus wieder wett, und wir fühlen uns auch irgendwie willkommener.  Morgen geht’s dann auf den zweitägigen Heimweg.

  1. Phil im Fleece auf der dünnen Thermarest fror wohl etwas mehr []
  2. hinter zwei Sicherheitszäunen []
  3. inkl. großem Genörgel, das alte Zelt sei ja doch viel besser als das neue []
  4. Mein Vorschlag, irgendwas in Italien zu kaufen und zu behaupten, es käme aus Kroatien, wurde abgelehnt, dabei fand ich den soo gut. []
  5. wirklich keine schöne Stadt []
  6. Ich hab mich beeilt, aber die Viecher sind schnell []
  7. Glücklicherweise so wenig, dass es auch nicht mehr für ein Hello Kitty-Schlüsselband aus dem Automaten an der Hauswand reicht []
  8. 110 regulär, 20% Aufschlag für weniger als drei Nächte, 30€ Endreinigung []

Es regnet, es regnet, die Maschinenbäuerin wird nass…

Posted by – 31. August 2010

Es regnet, es regnet, die Maschinenbäuerin wird nass...

So ganz schlecht fing der Tag nicht an. Wunderbar geschlafen und so gegen acht Uhr erholt aufgewacht, gab es noch einen Frühstückstee, bevor wir die Moppeds in der Garage wieder beluden und uns auf dem Balkon über den Tagesplan unterhielten. Dann fing es an, leicht zu nieseln, und Phil meinte, das wär ja blöd auf dem Kopfsteinpflaster den Vrsic hoch. Kopfstei-was? Kopfsteinpflaster. Irgendwas ist ja immer. Also noch von der netten Wirtin Sanja verabschiedet, und los. Mit dem Gedanken, die Mohawk-Hose Nr. 5 hält ja dicht wie am Freitag auf der Regenfahrt zum Reifenwechsel1 festgestellt, fuhr ich wohlgemut den Vrsic hoch. Beim vorgelegten Tempo in Ordnung, die Kehren sind nicht allzu eng, zwischenrein gibt es auch ein paar spaßige Kurven, gefiel mir das ganze trotz der 50 Kehren rauf und runter. Dann bei imer stärkerem Regen das Socatal entlang. Der Fluss ist ja ein Traum, selbst bei solchem Wetter leuchtet er einen türkis an.2

Tja, und dann… dann kommt ein seltsames, wohlbekanntes Gefühl auf: Feuchtigkeit und Kälte im Schritt. Beim Frühstücksstopp im Socatal3 stellte ich auf dem Klo fest: Jupp, auch Nr. 5 ist undicht.  Na super, meine Regenkombi war zwar dabei, aber wurde grade vom Beutekind benutzt. Also hoffen, dass es nicht so schlimm wird und bald aufhört zu regnen. Pustekuchen. Kurz vor Nova Gorice kam das Wasser in meinen Stiefeln an. Die sind zwar wasserdicht, aber wenn’s die lange Unterhose entlang reinläuft, hilft die Goretexmembran auch nichts mehr. Tankstopp4, ich stelle fest, so kann ich nicht weiter, wir brauchen einen Klamottenladen. Ich bin soweit, dass ich ohne mit der Wimper zu zucken eine Rukka-Komplettausstattung nehmen würde, nur um warm und trocken zu sein, egal was es kostet. Leider gibt es nur eine Regenkombi von V-Max in XL, die aussieht als hätte ich Elefantitis in schwarz. Aber wenigstens werde ich nicht mehr nasser5 und der Wind wird ein wenig abgehalten, das heißt, allmählich ändert sich das Gefühl von kalt und nass zu warm und nass. Auch ne Art Fortschritt.

Irgendwo, noch viel zu weit von Krk entfernt, halten wir an einer Gaststätte. Zwei Cappucino für Phil und Beutekind gibt es, Tee haben sie nicht, auch keine heiße Schokolade. Nagut, steh ich halt rum und frier. Bis uns auffällt, da gibt es Pizza. Eine Pause und heiße Kalorien wären jetzt eine tolle Idee. Wir gehen also rein, bestellen uns Pizza, und während ich alles im Umkreis von 50 cm befeuchte, wird das Wetter besser. Anfangs sehen wir noch ein kleines Fleckchen blau, bis sich allmählich parallel der Himmel und meine Stimmung aufhellen und irgendwann tatsächlich viel blauer Himmel zu sehen ist. Und zwar in Richtung Meer, grob geschätzt Triest. Sofort werden die Reisepläne geändert, und wir suchen uns bei Triest einen Campingplatz, der zwar nur Steinboden, dafür aber Blick aufs Meer und heiße Duschen hat. Dann noch ein Tee, das Wissen, dass jetzt 3 Tage lang die Sonne scheint6, und der Tag nimmt doch noch ein erträgliches Ende. Mein Handy zeigt zwar 5 Balken i-tim Empfang, aber der UMTS-STick mit  Tim-karte liegt daheim. So kann Phil leider nur die Route für morgen7 planen, aber nicht ins Internet.

  1. blitzneue Anakee 2, wo Phil sich mit seinem fast blanken TKC80 nicht waffelt, kann ich also ohne auch nur ansatzweise nachzudenken hinterherbraten []
  2. *schwärm* []
  3. Hamburger fürs Beutekind, Croissant für Phil, eine heiße Schokolade für mich []
  4. Die KLE genehmigt sich bei dem Tempo trotz voller Beladung unglaubliche ,5l/100 km []
  5. auch wenn das nur schwer möglich wäre []
  6. Die Information gabs kostenlos zur 60€ teuren Regenkombi dazu []
  7. Souvenirkauf in Kroatien []

Allmählich…

Posted by – 29. August 2010

Allmählich...

stellt sich das Urlaubsgefühl ein, wie man sieht auch bei Phil. ;) Da wir etwas [tm] später loskamen als geplant, reichte es nicht mehr vor dem Dunkelwerden ins Camp Soca. Einerseits schade, das ist ein klasse Campingplatz, und die Feuerschalen sind eine gar tolle Idee. Andererseits haben wir jetzt eine Ferienwohnung mit WLAN für 3 für eine Nacht für 50€1, die Moppeds stehn in einer Garage und wir müssen morgen, wo es regnen soll, nicht noch ein wahrscheinlich nasses Zelt2 einpacken und können als allererstes den Vrsic-Pass fahren. Wir “wohnen” quasi 100 m vor der ersten Kurve. Irgendwie scho scheeee. :) Und zur Begrüßung gab es sogar zwei Jägermeister3 und nen Eistee für das Beutekind.

Ausführlichere Neuigkeiten gibt’s dann, wenn wir wieder zuhause sind. Als Dauerurlauberin45 mag ich mich nicht zu sehr verausgaben.

  1. Nachdem Phil mitleiderregend ausgesehen hat, konnte er den Preis von 60€ runterhandeln []
  2. bzw. 2 []
  3. Da Phil ja nix trinkt, beide für mich, *schüttel* %-) []
  4. tm elric []
  5. deshalb habe ich dieses Jahr auch nur noch 2 Urlaubstage… vom letzten Jahr []

Hachja

Posted by – 24. August 2010

Wie Phil schon ausführte, schee war’s.

Das Freitagabendgrillen klappt immer noch nicht so ganz, weil sich immer noch jemand findet, der nicht genug Geduld hat, zu warten bis genug gute Glut da ist, und statt zu Grillen lieber trocknet.

Geburtstagsfeiern inkl. Geschenkeübergabe machen immer noch Spaß.1

Diesmal war das mitgebrachte Auto nicht nur zum Einkaufen und zum ABtransport der gelben Säcke hilfreich, sondern auch als Stromspender.2

Und Hello Kitty ist immernoch doof, aber das scheint außer mir niemand zu merken.3

  1. Das hat ja Tradition []
  2. Irgendwie trotzdem schade, dass ich nicht zum Motorradfahren kam, aber was will man machen… []
  3. Woher ich weiß, dass Aldi eine Sonderaktion mit Handtüchern hatte? fragt nicht… []

Aufbruchstimmung

Posted by – 20. August 2010

Aufbruchstimmung

Unglaublich was man für so ein Wochenende alles einpackt. Die Chilis wurden dann mal vom fensterbrett auf einen Schattenplatz gebracht, da das Wetter pünktlich zum SA1 besser wird, vertrocknen die mir sonst ja noch.

cooler Tipp für heiße Tage

Posted by – 11. Juli 2010

auf dem Motorrad:

langes Oberteil unter der luftdurchlässigen Jacke1 mit Wasser tränken2. Ich glaub ohne die Verdunstungskühlung wär ich heute3 bei 34°C und mehr einfach nur tot von der KLE gekippt. Und dank langen Ärmel bin ich nicht in der jacke klebengeblieben.

Ich glaube allerdings, bis die Hitzewelle rum ist, werde ich das Mopped erstmal nur abends, wenn überhaupt, bewegen.

  1. und wenn vorhanden das Halstuch []
  2. jede halbe bis ganze Stunde auffrischen, dann isses nämlich wieder trocken []
  3. Hahntennjoch, Ochsengarten, Kühtaisattel und zurück []

Das Schönste an meinem Balkon

Posted by – 4. Juli 2010

Ist, dass er fast komplett stechmückenfrei ist. In den gut zwei Jahren die ich hier wohne, hatte ich viele Fliegen, manchmal Bienen, mal ne Wespe, in letzter Zeit einige Hornissen, Trauermücken, nachtaktive Wanzen, Marienkäfer, aber nur eine einzige (1!) Stechmücke.

Deshalb fuhr ich unvorbereitet in die Pfalz, und kaufte mir keine große Flasche Antibrumm1 für die Fahrt zum grillt im Kilt.2 Dank der nicht funktionierenden Klimaanlage auf einem Teil der Hinfahrt war ich auch entsprechend verschwitzt und roch lecker für die Viecher. Da half auch das von Annette fürsorglich verteilte Sonnenöl mit Zitronella nicht mehr viel, die Viecher haben mich einfach aufgefressen. Und ich reagiere mal wieder schön heftig auf die Pfälzer Mücken, mein Knöchel ist eine unfömige Masse, mein Knie hat ne dicke Beule und naja…jammer.

Nichtsdestotrotz war’s eine klasse Feier, der Dudelsackspieler war eine tolle Idee, ich hab den Abend sehr genossen, danke nocmal für die Einladung.

Nur fürs nächste Mal: Erinner’ mich jemand an das Antibrumm. BITTE!

  1. Kommt aus der Schweiz soweit ich weiß, stinkt erbärmlich, ich kriege Kopfweh davon, aber die Mücken halten großzügigen Abstand []
  2. Auf dem ich übrigens meine Sonnenbrille vergessen hab. die mit dem dunkelgrauen Gestell ist meine, liebes Brüderli []

Wow

Posted by – 2. Juli 2010

Einfach

nur

wow.

grün genug?

Posted by – 27. Mai 2010

grün genug?

Zur Beruhigung der Adaptivschwägerline, hier ein paar Landschaftsbilder von Sardinien im Oktober